Schulfach Glück
Dienstag, 11. Jul 2006 14:54 von Wolff Horbach
In den letzten Tagen erschienen Meldungen, dass in Großbritannien jetzt mit 2.000 Schülern das neue Schulfach “Glücklich sein” getestet wird. Die entsprechenden Lehrer wurden mit den Methoden des amerikanischen Spezialisten Martin Seligman vertraut gemacht.
Ich finde das eine hervorragende Idee. Die taz findet die Idee absurd. Die taz meint, glückliche Menschen wären nicht kreativ, würden niemals Künstler werden, sondern lieber Sachbearbeiter beim Finanzamt.
Liebe taz, da habt ihr es noch nicht begriffen: Glücklich machen selbstgestellte Aufgaben, die den eigenen Fähigkeiten entsprechen (Flow). Der Musiker komponiert eine neue Musik weil er Freude am komponieren hat und nicht weil er mit der bisherigen Musik unglücklich ist. Bei der Arbeit im Finanzamt dürfte der Glückspegel dagegen niedrig sein. Es geht streng nach Vorschrift zu und die Rahmen für eigene Entscheidungspielräume und Kreativität sind äußerst eng. Ihr rühmt euch als kritische Journalisten. Dann schickt bitte einen Korrespondenten nach GB, statt Vorurteile abzusondern.
Ich sehe in der Möglichkeit, dass bereits Kinder lernen, welche Wege zum Glück führen, eine hervorragende Chance. Sie werden selbst erkennen, dass das Spielen auf dem Bolzplatz mehr Sinn macht als vor der Glotze zu hängen. Sie werden spüren, wie ihnen Ruhe gut tut. Sie werden wahrscheinlich positive Impulse mit nach Hause nehmen. Und endlich können Eltern auch was von ihren Kindern lernen.
Ich wünschte mir sehr, dass wir auch in Deutschland den Mut hätten, so einen Schulversuch zu starten. Hat jemand Kontakte, Verbindungen, Ideen?
Hier schreibt 
Ich habe mir den taz-Artikel durchgelesen.
Imo:
Irgendwie steckt da wenig Info drin, warum es absurd sein soll.
Den Zusammenhang zwischen dem späteren Beruf und dem Level des “Glücklichseins” kann ich auch nicht nachvollziehen.
Soll doch jeder schauen, wie er glücklich wird, ob im Finanzamt oder als Straßenkünstler; wissen wird es wohl die betroffene Person am besten.
zum Versuch:
Hast du irgendeine Ahnung wie das Projekt läuft?
Welche Inhalte werden da genau vermittelt?
Hier steht ein wenig mehr über das Projekt: http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F223695.html
Da die Lehrer von Martin Seligman geschult wurden/werden, kann ich mir denken, wie das vor sich geht. Das läßt sich in den Büchern von Seligman nachvollziehen.
[...] Es spricht doch sehr vieles dafür, dass Kinder und Jugendliche das Glück bereits in der Schule lernen sollten. [...]
[...] Ich habe letztes Jahr hier darüber berichtet, dass an britischen Schulen das Schulfach Glück getestet wird. Die Ergebnisse waren wohl so gut, dass der britische Schulminister jetzt das Fach an allen Haupt- und weiterführenden Schulen einführen will. idea.de berichtet: Neues Schulfach: Wohlfühlen und glücklich sein [...]
Glück als Schulfach…
Als ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit das frisch verteilte Propandablättchen aus gesunder Entfernung studierte, musste ich mit Entsetzen feststellen, dass in einer Heidelberger Schule Glück als Schulfach eingeführt wurde. In dem Fach soll ein …