Mentale Standortsicherung
Dienstag, 8. Aug 2006 11:43 von Wolff Horbach
Vor ein paar Tagen las ich, das in Österreich die Vordenkergruppe “Höldrichsmühlenkreis” sich Gedanken um die mentale Standortsichrung Österreichs Gedanken macht.
Eine sehr interessante Idee. Die wichtigsten Standortfaktoren zu Beginn des industriellen Zeitalters waren Rohstoffe, Energie und Transportwege. Heute sind für Unternehmen die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern und steuerliche Gesichtpunkte endscheidend bei der Wahl eines Standortes. Wird als nächstes die mentale Lage der Nation mitentscheidend sein? Gut möglich.
Nehmen wir an, Sie wären Unternehmer und wollten einen neunen Standort in Europa aufbauen. Die Infrastruktur wäre an mehreren zur Auswahl stehenden Standort in etwa gleich gut. Ebenso die steuerlichen Bedingungen. Qualifizierte Mitarbeiter ständen auch überall zur Verfügung. Wo würden Sie sich eher niederlassen? Dort, wo die Menschen in ihrer Mehrzahl eher mürrisch und depressiv sind oder dort, wo die Menschen im Großen und Ganzen fröhlich gestimmt sind? Dort, wo unablässig über Probleme und Schwierigkeiten gejammert wird oder dort, wo man sich schnell auf die Suche nach Lösungen macht? Dort, wo die Menschen aus Angst vor der Zukunft jeden Cent sparen oder dort, wo optimitisch in die Zukunft geschaut und das Leben jetzt genossen wird?
In diesem Sinne ist die mentale Standortsicherung eine wichtige nationale Aufgabe. In Österreich haben das schon einige Leute begriffen. Sie haben sich auf dem Weg gemacht, eine glückliche Gesellschaft zu gestalten.
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