Versiegt die “Glücksquelle Kochen”?
Donnerstag, 25. Jan 2007 19:00 von Wolff Horbach
Heute lese ich im Zukunftsletter: “Immer weniger Menschen kochen zu Hause …”. Das ist sehr schade, denn Kochen ist eine große Glücksquelle:
Beim Kochen sind alle Sinne beteiligt: Das Auge sucht das Rezept aus und wählt beim Einkaufen die Zutaten. Die Finger prüfen die Lebensmittel, fühlen Oberflächenbeschaffenheit und Konsitenz. In der Küche sind auch die Ohren gefragt, die ein Bruzeln und Zischen vernehmen. Die Nase prüft ständig. Schon beim Zusehen und Schnuppern läuft uns das Wasser im Mund zusammen.
Bereits das Einkaufen und die Vorfreude auf das Essen stimmen uns positiv.
Während des Kochvorganges sind wir ganz konzentriert. Wir sind im Flow.
Wir genießen das Essen. Am besten mit der Familie oder Freunden.
Warum verzichten immer mehr Menschen auf diese überaus beglückende Tätigkeit?
Hier schreibt 
Hallo,
ich lebe mit einigen wunderbaren Menschen in einer Lebensgemeinschaft und eines der wichtigsten Dinge bei uns ist das gemeinsame Essen. So hat ein jeder von uns einen Tag in der Woche, an dem er für die kulinarische Verpflegung der anderen zuständig ist.
Somit kommen wir jede Woche in den Genuss der unterschiedlichsten Gerichte, bei denen sich der Koch sehr viel Mühe gegeben hat. Und es schmeckt in der Regel immer wunderbar.
Ein gemeinsames Essen ist eine essentiell wichtige Sache, bei dem man zudem die Möglichkeit hat, zu kommunizieren und die Gemeinschaft zu genießen.
Ich würde auf diese Dinge auch nicht verzichten wollen.
Liebe Grüße
Maike
entspannend.net
Als geläuterter Fertigmampf-Esser stelle ich mir diese Frage inzwischen auch. Also warum sich so viele Menschen dieses kleine, aber sehr erfüllende Glück des Kochens entgehen lassen.
Eine befriedigende Antwort habe ich darauf auch nicht. Außer der, daß es einfach bequem ist. Weil wir in einer “fortschrittlichen” Welt der Bequemlichkeiten leben. Und weil uns die Werbung ja auch tagtäglich suggeriert, wie toll die Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie ja sind - und wie dumm man anscheinend sein muss, wenn man dies und das noch selber macht, anstatt doch einfach nur eine Tüte aufzureissen und somit “lieber länger genießen” kann.
Ich freue mich daher jedes Mal, wenn ich wieder eine der viel zu wenigen “Inseln der Vernunft und des Genusses” wie diese hier finde.
Guten Appetit!
Eine sinnliche Erfahrung ist das Kochen eigentlich nur, wenn man Fertigprodukte weglässt. Beim Gemüseschneiden und Teigkneten hab ich oft die kreativsten Ideen.
[...] macht glücklich. Dazu hören natürlich auch Essen und Trinken. Das Kochen darf man dabei nicht vergessen. Und auch das Ambiente ist wichtig. Das Wichtigste überhaupt: wer [...]