Glückshormone Serotonin und Dopamin
Freitag, 31. Aug 2007 20:55 von Wolff Horbach
Was ist eigentlich ein Glückshormon?
Wie funktioniert das?
Die tollen Gefühle, die wir empfinden, wenn wir glücklich sind, haben den Ursprung in unserem Gehirn. Die Gehirnforscher sind heutzutage in der Lage, dem Gehirn quasi beim Denken und Fühlen zuzuschauen. Wenn wir uns glücklich fühlen, sind bestimmte Gehirnzonen besonders aktiv. Die Aktivität ist verbunden mit der erhöhten Konzentration von Neurotransmittern. Ein Neurotransmitter ist ein Botenstoff, der dafür sorgt, dass die Verbindung zwischen Gehirnzellen entweder beschleunigt oder verlangsamt wird.
Zwei der wichtigsten Neurotransmitter im Zusammenhang mit Glücksempfinden sind Serotonin und Dopamin. Im Volksmund werden diese Neurotransmitter daher Glückshormone genannt. Interessant ist, dass diese Stoffe teilweise durch geistige Prozesse entstehen und teilweise durch Nahrung, Bewegung und Licht beeinflusst werden.
Wenn wir uns zB auf etwas freuen - also Vorfreude empfinden - wird der Serotoninspiegel angehoben. Dies aktiviert bestimmte Gehirnzonen und erzeugt das tolle Gefühl. Der Serotoninspiegel wird aber auch durch reine körperliche Tätigkeit angehoben. Bewegung und Sport sind daher vorzügliche Möglichkeiten, unsere Stimmung zu verbessern.
Auf der anderen Seite wirkt sich ein Mangel an Neurotransmittern fatal aus. Es ist bekannt, dass die langen, dunkeln Wintermonate in nordischen Ländern und der damit verbundene Lichtmangel zu einem Dopaminmangel führt. Der so betroffene Mensch wird depressiv. Darin liegt auch die Ursache, dass die Selbstmordraten in den betroffenen Ländern sehr viel höher sind, als zB in Regionen der Welt, wo die Sonne lange scheint.
Dopaminmangel kann auch durch falsche Ernährung entstehen. Nationen, die traditionell mehr Fisch essen, haben durch die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren einen höheren Dopaminpegel als Menschen in Regionen, die Fisch nur selten essen.
Insgesamt ein komplexes Gebiet. Das Gute daran: Wir können die glückbringenden Drogen in unserem Körper selbst erzeugen. Ganz legal und ohne Gefahr, mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt zu kommen.
Hier schreibt 
[...] Beim Gehen, Laufen oder anderer sportlicher Aktivität veranlassen wir unseren Körper dazu, Glückshormone auszuschütten. Der japanische Arzt Shigeo Haruyama empfiehlt, täglich mindestens 5.000 Schritte [...]
[...] mag ja schein, dass viele Menschen einen Mangel an den Glückshormonen Dopamin und Serotonin haben. Schon mehr körperliche Bewegung und eine vollwertige Ernährung können Wunder [...]
[...] auf und machen Sie einen Spaziergang. Schon eine halbe Stunde wirkt Wunder. Beim Bewegen werden Glückshormone ausgeschüttet. Ihre Stimmung steigt sogleich wieder [...]
Sehr interessant ! Kann man Dopamin auch kaufen als Nahrungsergänzungsmittel ? z.B. Apotheke, Reformhaus etc. ? ? Was kann ich tun, um selber in meinem Körper zu produzieren (außer Sport) - mach ich schon - weiß ich schon.
Danke für Ihre Rückantwort ! !
@ Brigitte: Ja Dopamin gibt es auch zu kaufen. Ich würde aber dringend davon abraten: Erstens wird gerade im Internet damit eine Menge Schindluder getrieben. Und wenn es echt wäre, ist es nicht ungefährlich.
Parkinson-Patienten haben beispielsweise einen Dopamin-Mangel. Die bekommen dann L-Dopa, eine Vorstufe von Dopamin. Wenn das aber nicht genau dosiert ist, werden die Patienten hyperaktiv und teilweise aggressiv. Der Stoff im Gehirn suggeriert ihnen dann Kräfte, die sie gar nicht haben. Es ist schon vorgekommen, dass Greise mit einer Überdosis von L-Dopa das Gefühl hatten, 20 zu sein und sich im Krankenhaus an die Krankenschwestern ranmachten.
Der beste Weg zu einem guten Dopamin-Depot sind immer noch unsere eigenen Aktivitäten und Haltungen. Dopamin wird z.B. vermehrt ausgeschüttet, wenn wir uns auf etwas freuen. Oder wenn wir uns an eine Aufgabe machen, die uns ganz fordert. Also: etwas unternehmen, eine neue Sportart ausprobieren, neue Wege gehen. So entsteht der Stoff, der uns beflügelt.
Eure Gehirnzellen enthalten immer einen kleinen Vorrat an Dopamin, wenn man einige dieser Gehirnzellen zerstört wird das darin enthaltene Dopamin in die Blutbahn entlassen, dieses Dopamin gelangt wieder in die Gehirnzellen und man ist im Rausch.
Effektive Lösungen für das Problem sind Alkohol trinken, denn es zerstört das Gehirn oder Eisspray oder Butangas zu schnüffeln.
Oder auf eine Andere Art eine Sauerstoffknappheit im Gehirn zu verursachen. Egal ob durch strangulation oder Hyperventilation.
Wenn ihr versucht eure Dopaminproduktion anzukurbeln, kann ich euch davon nur abraten, ein an Dopamin gewöhntes Gehirn macht Depressiv weil man sich an fast nichts mehr freuen kann.
Dopamin macht süchtig. Es ist aber so das man wie bei Heroin immer größere Dosen nehmen muß um etwas zu spüren.
L-Dopa wird euch vielleicht für einige Jahre ruhigstellen aber danach werdet ihr Probleme bekommen, dann braucht ihr Opiate.
Sprich Codein, Tramal und im extremfall Heroin…
Sollte ihr noch nicht an Dopamin gewöhnt sei so seid gewarnt denn ein Dopaminüberschuß kommt einem Schizophrenen Schub gleich.
Sprich Halluzination, Wahnvorstellungen und Angst.
Trotz allem ist es es Wert einmal neue Erfahrungen zu machen, denn euer Leben ist zu kostbar um es nur in der Realität zu verbringen.
hallo, ich bin seit 15 jahren depressiv. ich habe schon seit jahren keine richtigen glücksgefühle mehr gehabt. kann mich also über nichts mehr freuen.
kann man sich die hormone seratonin oder dopanim verschreiben lassen?
ich bin echt am verzweifeln und klammere mich an jeden strohhalm
MfG
Jens
@Jens: Bei einer schweren Depression ist es immer sinnvoll, sich in ärztliche Beratung zu begeben. Da ich die Hintergründe nicht kenne, will ich mich mit konkreten Tipps zurückhalten. Ich kann hier nur allgemein antworten.
Häufig stellt man bei Depressiven einen Störung des Serotonin- oder Dopaminsystems fest. In einfachen Worten: es sind zu wenig Glückshormone da oder der Körper geht schlecht damit um. Eine der erfolgreichsten Antidepressiva sind sogenannte Wiederaufnahmehemmer. Viele Depressive leiden darunter, dass beispielsweise das Glückshormon Serotonin in ihrem Gehirn nicht lange genug wirken kann. Das Serotonin wird gleich nach dem Ausschütten wieder vom Körper aufgenommen. Die Wiederaufnahmehemmer verhindern, dass das Serotonin gleich wieder aufgenommen wird. Daher der Name. So kann das Serotonin länger wirken und verbessert die Stimmung des Patienten.
Der Körper produziert Serotonin selbst. Man kann aber dafür sorgen, dass er mehr produziert. Die Wissenschaft kennt bis heute vier Methoden:
Bewegung
Schon bei mäßiger Bewegung - beispielsweise einem Spaziergang - produziert der Körper Serotonin. Bei mehr Sport wird auch mehr produziert. Daher rührt das gute Gefühl, welches wir meistens nach ausreichend Bewegung haben. Daher meine Empfehlung: Täglich mind. 5000 Schritte laufen oder mehrfach in der Woche Sport treiben. Es muss gar nicht so viel sein. Das machen, was einem sowieso Spaß macht: Laufen, Fahrrad fahren, Schwimmen, …
Licht
Die Serotonin-Produktion wird teilweise über das Auge gesteuert. Wenn wir zu lange im Dunkeln sind (z.B. in den Wintermonaten) wird manchmal zu wenig Serotonin produziert und es kommt zur berüchtigten Winterdepression. Also: raus nach draußen. Auch im Winter öfter mal warm anziehen und nach draußen gehen. Wenn man den oben angesprochenen Spaziergang macht oder draußen Sport treibt, kann man Licht und Bewegung wunderbar miteinander kombinieren.
Meditation
Auch Meditation kurbelt die Serotoninproduktion an. Also: meditieren lernen und möglichst täglich trainieren. 15 Minuten bringen schon eine Menge.
Ernährung
Es ist erwiesen, dass eine gute, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung die Serotoninproduktion steigert. Leider gibt es dafür keine ganz einfache Formel, wie iss mehr XY. Fastfood weglassen und dafür mehr Obst und Gemüse essen, dürfte schon einige bringen.
[...] wir Musik, die uns gefällt, dann schütten wir, ähnliche wie bei Schokolade, die beliebten Glückshormone aus. Auffällig ist es, dass viele Menschen im Winter eine andere Musikrichtung vorziehen, als [...]
Seit 30 Jahren Depressiver mit Therapieerfahrungen ambulant u. stationär, psychiatrisch u. psychologisch kann ich nur sagen : NICHTS hat geholfen, manches hat geschadet…….
Man muss sich damit abfinden, weil es KARMISCH oder modern ausgedrückt GENETISCH bedingt ist…………….
Zu WARNEN ist vor Psychiatern u. Psychologen, die nie selbst eine Depression durchgemacht haben u. “schulmedizinisch” vorgehen, also Lernwissen anwenden !!!!!!!!!!!!!!!!
Die Diagnose “Depression” ist eine dauerhafte Goldgrube für Therapeut u. Pharmaindustrie !!!!!!!!!!!!!
Wichtig ist meine Erkenntnis, dass man als Depressiver die Realität sieht wie sie wirklich ist, was die Depression allerdings noch verstärkt, während die “Gesunden” mit einer rosaroten Brille ausgestattet sind, die eine illusionäre u. oberflächliche Sichtweise des Lebens mit seinen Realitäten ermöglicht u. heutzutage in der total materialistisch orientierten Welt von allen Bereichen der Gesellschaft gefördert u. promoted wird. Was alles als Glück angepriesen u. verkauft wird, hat mit Glück überhaupt nichts im geringsten zu tun u. ist illusionär; man kann sagen, die Menschheit ist hochgradig krank an Materie-Sucht ganz gleich welcher Schattierung.
Das Studium des Alt-Buddhismus als Philosophie kann ein Augenöffner sein, aber auch mehr depressiv machen, wenn man mit der Vernunft nicht zurecht kommt. Das Dasein ist leidvoll, alles ist Leiden u. jeder leidet, u. diese Erkenntnis anzunehmen ist höllisch schwer umzusetzen, weil es nur materialistische Glücksmomente gibt, die nie dauerhaft sind u. nach Wiederholung verlangen. Glück auf u. in der Welt ist für uns als Materie-Wesen eine Illusion………….!!!!!!!!!!!!!!!!!
In liebevoller Güte wünsche ich allen Leidenden u. Suchenden alles erdenklich Gute !
[...] berühmten „Kribbeln im Bauch“, welches aber eben von Hormonen im Körper ausgelöst wird. Das Glückshormon Serotonin aber hält sich anfangs noch zurück. Dieses Hormon hat beim Ersten verliebt sein noch nichts zu [...]
@Helmut: vielen Dank! Du sprichst mir aus dem Herzen!!!! Genauso geht es mir und so sehe ich unsere Welt! Fühle mich teilweise umgeben von Dummen!
@ Helmut, @Eva:
Eine sehr Interassente Sichtweise die ich genauso sehe. Obwohl ich denke das mein Serotonin- und Dopaminspiegel völlig in Ornung sind. Wobei das mit dem vererben…. oder Genetik…. Dafür ist meiner Meinung nach die enorme Steigerung der Patienten in den letzten Jahren zu hoch. Ich würde wohl eher auf erfolglose Manipulation der Gesellschaft tippen. Dumme Menschen lassen sich doch bekannlicher Weise besser lenken wie gebildete. Ich sehe dieses Thema seit ca. 1 Woche aus einem ganz anderen Blickwinkel. Meine Frau liegt derzeit auf einer Station in Behandlung. Deshalb befasse ich mich gerade auch mit diesem Thema etwas näher. Mittlerweile steigert das Thema gerade meinen Serotoninspiegel :-). Ich glaube ich bin da noch etwas anders wie Helmut,Eva,meine Frau oder die anderen(”die Gesunden”, “Manipulierten”) die alles durch eine rosarote Brille sehen. Ich sehe die Realität so wie sie ist, aber wie ist sie schon? Genauso wie Helmut und viele andere Sie sehen? Nur löst dieser Gedanke daran keine Depresion bei mir aus. Natürlich auch keine Glücksgefühle. Ich kann mich gut in die Gedanken meiner Frau hineinversetzen und verstehe sie jetzt auch, ohne selbst in Depresionen zu verfallen. Ich denke das “Verstehen” ist der Schlüssel. Danach kommt die Aktzeptanz.
An Helmut´s Tread erkenne ich einen sprunghaften Wechsel der Gefühle und doch recht Inteligenten Schreibweise. Und genau das ist meine Erkenntnis. Menschen die so schlau sind und unsere Welt(@Helmut: unser dasein) verstehen, können mit Ihrer Wahrheit nicht umgehen, weil sie es dennoch nicht verstehen.
Sie wünschen sich genauso “primitiv” zu denken wie die mit der rosaroten Brille. Nur das funktioniert nicht. Man muss noch ein Stückchen über sich hinausgehen um zu verstehen.
Und wenn man über diesen Punkt hinaus gegangen ist und man hat verstanden, dann weis man auch das dass vermeintliche Ziel nur das Mittel zum eigendlichen Ziel ist. Es gibt kein Medikament und keine Therapie der Welt die das einem zeigen oder erklären kann. Einige haben es und andere werden es nie erlangen. In diesem Sinne Viel Glück…
Seit etwa 10 Jahren erlebe ich ein Gefühl der Angst und Unsicherheit,Vergesslichkeit.(im jungen Alter von 26 Jahren)
Ähnlich wie von Helmuth schon gut beschrieben ist auch meine Sichtweise von Psychologen
(Schulmedizinische Behandlung).
Ist Glück nicht Das was wir selber daraus machen?
Gibt es Bücher die heilen können?Wohl eher nicht,jeder lernt mit der Zeit für sich selbst wie man sich am Besten mit seiner ´krankheit´ arangiert.
Ich glaube der Beste Therapheut ist, der eigene Parner, der/die Beste Freund/in, ein sonstiger enger Vertrauter oder der Austausch mit anderen Betroffenen.
Man wird das nicht los, aber man lernt damit zu Leben und damit umzugehen.