Optimismus lohnt sich
Freitag, 5. Okt 2007 8:21 von Wolff Horbach

Sie kennen die alte Geschichte: Der Pessimist denkt: das Glas ist halb leer, der Optimist denkt: das Glas ist halb voll. Der Pessimist, der Optimist …; das hört sich so an, ob dies zwei in Stein gemeißelte Typen wären.
Als Pessimist geboren, immer Pessimist. Aber das ist falsch!
Pessimismus und Optimismus sind keine unabänderlichen Persönlichkeitsmerkmale, sondern eine Art des Denkens. Klar bestimmen unsere Gene eine Grundrichtung. Wenn schon unsere Eltern eher pessimistisch waren und wir in einem Umfeld groß geworden sind, in dem eher negativ und skeptisch gedacht wurde, dann werden wir wahrscheinlich das Glas öfter leer als voll sehen.
Aber das lässt sich ändern. Der amerikanische Psychologe Martin Seligman hat bewiesen, dass sich Optimismus lernen lässt. Und das geht relativ einfach:
Immer dann, wenn uns ein negativer Gedanke kommt, können wir STOPP sagen. In einem kleinen Disput, den wir mit uns selbst führen, können wir überprüfen:
- Ist es wahr?
- Gibt es einen Beweis für das, was ich denke?
- Könnte es auch ganz anders sein?
In den allermeisten Fällen werden wir dann zu der Erkenntnis kommen, dass es für unsere pessimistischen Gedanken keinen Grund und erst recht keine Beweise gibt.
Ein Beispiel: Eine Freundin hat uns versprochen: “Ich rufe dich morgen Abend um 20 Uhr an“. Aber der Anruf erfolgt nicht. Der Pessimist denkt: “Sie hat mich versetzt. Ich bin ihr wohl ganz egal. Wahrscheinlich mag sie mich nicht mehr. …” Und schon setzt sich die negative Gedankenspirale in Gang, die für den Pessimisten eine fatale Wirkung hat: seine Stimmung sinkt, der Körper schüttet Stresshormone aus, die den Körper schädigen.
Objektiv gesehen gibt es für das negative Denken keinen Beweis. Es bleibt nur die Tatsache, dass der Anruf nicht erfolgt ist. Und das könnte tausend Ursachen haben: sie steckt noch im Stau, eines der Kinder hat sich verletzt und sie ist jetzt beim Arzt, das Telefon ist gestört, …
Mit der STOPP-Technik und dem inneren Disput geht es uns augenblicklich besser. Wir können auch die Initiative ergreifen und den Anruf selbst tätigen. Anstatt Stresshormone erzeugen wir Glückshormone.
Seligman nennt noch einen weiteren Grund für Optimismus: Pessimisten küsst man nicht!
Hier schreibt 
[...] Es lohnt sich also, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Denn auch Optimismus kann man lernen! [...]
Hallo Wolff,
“Pessimisten küsst man nicht”, da ist etwas Wahres dran. Menschen, die immer “schlecht drauf” sind, den ganzen lieben langen Tag jammern und nichts Positives in ihrer Zukunft sehen, will man einfach irgendwann nicht in seinem Umfeld haben, zumal sie “Energiefresser” sind.
Mein “bisheriges Leben” hat mir gezeigt, dass in jeder Begegnung und in jedem Ereignis - auch wenn es anfangs noch so negativ scheint - am Ende etwas Positives herauskommt.
Deshalb ist meine Devise: Immer optimistisch in die Zukunft schauen und niemals den Glauben an sich selbst verlieren.
Liebe Grüße
Dori
Hallo Dori, ich bin Deiner Meinung.
Meine Großmutter sagte immer:
” Nichts ist so schlecht, dass es nicht für irgendetwas gut ist.”
Omas Spruch hat mir oft geholfen, die Sicht der Dinge zu relativieren.
Liebe Grüsse
Steve