Glücklichsein - Lernen von einem Autisten
Samstag, 7. Feb 2009 15:49 von Wolff Horbach
Es gibt ein paar Menschen, die ungeheuere geistige Fähigkeiten haben, aber oft nicht in der Lage sind, einfache alltägliche Dinge zu bewältigen. Sie behalten ganze Bücher nach einmaligem Lesen, können nach einem Blick detailgenaue Bilder nachmalen, sind aber nicht in der Lage, sich selbst anzukleiden oder mit Nahrung zu versorgen.
Diese Ausnahmeerscheinungen mit einer »Inselbegabung« heißen in der Fachsprache Savants (franz. Wissenschaftler). Daniel Tammet, ein 30jähriger Brite, ist so ein Savant. Aber innerhalb der Savants ist er wiederum eine Ausnahmeerscheinung: Er kann erklären, wie er mit seinen phämomenalen Fähigkeiten umgeht. Er hat darüber bereits mehrere Bücher geschrieben.
Die FAZ hat Daniel Tammet jetzt interviewt. Was Daniel über die Fähigkeit zum Glücklichsein sagt, findet meine volle Zustimmung:
[...]
Sagen Sie uns doch bitte noch, ob wir tatsächlich lernen können, glücklicher zu sein.
Selbstverständlich! Glücklichsein ist eine Fähigkeit, die Sie trainieren können wie einen Muskel. Mich erfüllt es, schöner Musik zu lauschen, ein Buch zu lesen oder an meine Zahlen zu denken. Das ist für mich wie Meditation. Wenn Sie jeden Tag etwas tun, das Sie entspannt und Ihnen ein Gefühl von Glück beschert, dann speichert Ihr Gehirn das ab. Sind Sie gestresst, ist es sehr nützlich, diese Fähigkeit zu besitzen, Sie können sich nämlich daran erinnern, das macht Sie ruhiger. Probieren Sie es aus!
Hier schreibt 
Einen herzlichen Guten Morgen.
Ich habe Ihren Blog durch Elisabeth gefunden und bin begeistert. Auch hier gibt es so vieles zu lesen und zu lernen.
Zum Thema Savants fand ich erst kürzlich in dem Buch eines meiner bevorzugten Autoren:
Oliver Sacks
Der einarmige Pianist
sehr viel Interessantes. Kennen Sie diesen Autoren?
Der Film: “Zeit des Erwachens” basiert beispielsweise auch auf einem Roman von Oliver Sacks.
Jetzt “stöbere” ich mal ein wenig weiter auf Ihrem Blog.
Und wünsche Ihnen einen angenehmen Wochenbeginn.
Herzliche Grüße
Heike H.
@Heike: Danke für den Hinweis auf Oliver Sacks. Ich habe schon von dem Buch gehört, es aber (noch) nicht gelesen.
Ich wünsche ebenfalls einen guten Wochenbeginn.
Wolff